Wieviele Kompressionsklassen gibt es und was sagen diese aus?

Es gibt vier Kompressionsklassen, die je nach Grad der Erkrankung angewendet werden. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen in der Festigkeit des Materials, also in dem Druck, der auf die Venen ausgeübt wird.

Kompressionsklasse   Indikation
leichte Kompression
2,4 bis 2,8 kPa
≈ 20 mmHg
  Bei Schwere- und Müdigkeitsgefühl in den Beinen, bei geringer Varicosis
ohne wesentliche Ödemneigung und bei geringer Schwangerschaftsvaricosis.
mittelkräftige Kompression
3,1 bis 4,3 kPa
≈ 30 mmHg
  Bei stärkeren Beschwerden, ausgeprägter Varicosis mit Ödemneigung,
posttraumatischen Schwellungszuständen, nach Abheilung
unerheblicher Ulcerationen, nach oberflächlichen Thrombophlebitiden,
nach Verödung und Varizenoperationen zur Fixierung des Behandlungserfolges
und bei stärkerer Schwangerschaftsvaricosis.
kräftige Kompression
4,5 bis 6,1 kPa
≈ 40 mmHg
  Bei allen Folgezuständen der konstitutionellen oder postthrombotischen
venösen Insuffizienz, schwerer Ödemneigung, sekundärer Varicosis,
Atrophie blanche, Dermatosklerose und nach Abheilung
schwerer, besonders schon rezidivierter Ulcera.
sehr kräftige Kompression
mind. 6,5 kPa
≥ 49 mmHg
  Bei Lymphödem und elefantiastischen Zuständen üblich.

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